{"id":827,"date":"2025-02-20T16:17:57","date_gmt":"2025-02-20T15:17:57","guid":{"rendered":"https:\/\/thilo-stadelmann.com\/?p=827"},"modified":"2025-02-20T16:33:58","modified_gmt":"2025-02-20T15:33:58","slug":"interview-in-der-nzz-jobs-vom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thilo-stadelmann.com\/de\/interview-in-der-nzz-jobs-vom\/","title":{"rendered":"Interview in der NZZ Jobs"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row css_animation=&#8220;&#8220; row_type=&#8220;row&#8220; use_row_as_full_screen_section=&#8220;no&#8220; type=&#8220;full_width&#8220; angled_section=&#8220;no&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; background_image_as_pattern=&#8220;without_pattern&#8220;][vc_column][vc_empty_space height=&#8220;54px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h4>Mit KI zuversichtlich Zukunft gestalten<\/h4>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h5>Ver\u00f6ffentlicht am 13. Februar 2025<\/h5>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;24px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Rosken:<\/strong> K\u00fcnstliche Intelligenz ist in aller Munde und birgt \u00c4ngste und Chancen. Eigentlich ist dies nicht unbedingt etwas Neues. Die Anf\u00e4nge liegen in den 1950er Jahren. Was genau ist K\u00fcnstliche Intelligenz, welche Formen gibt es und warum wird das Thema aktuell so gehypt?[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;12px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Stadelmann:<\/strong>\u00a0Die Geburtsstunde der KI liegt tats\u00e4chlich in den 1950 er Jahren, entsprechend sind weder Technologie noch die sie umgebenden Hypes wirklich neu. Wie gut es mittlerweile funktioniert, ist neu. Die Wahl des Namens f\u00fcr die neue Disziplin folgte dabei rein monet\u00e4ren Erw\u00e4gungen &#8211; man wollte F\u00f6rdergelder einwerben und schuf so eine etwas ungeschickte Metapher, die Menschen seither meist zu viel, und das aus den falschen Gr\u00fcnden, erwarten l\u00e4sst. Auch das tr\u00e4gt zum Hype bei, den die Medien weiter aufbauschen und \u00c4ngste sch\u00fcren. Dabei kommt h\u00e4ufig etwas anderes raus, als was man n\u00fcchtern betrachtet sagen kann: \u201eEine k\u00fcnstliche Intelligenz\u201c (mit\u00a0 Determinativ \u201eeine\u201c) zum Beispiel r\u00fcckt das Konzept in die N\u00e4he von etwas Lebendigem, Wesen-artigen, w\u00e4hrend eigentlich die Simulation von Intelligenz mit v\u00f6llig anderen Mitteln gemeint ist.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;6px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Genauer w\u00fcrde ich KI daher folgenderma\u00dfen Beschreiben: Das wissenschaftliche Fachgebiet, welches sich mit der Simulation intelligent wirkenden Verhaltens mittels des Computers besch\u00e4ftigt. Als solches ist es Teil der Informatik. W\u00e4hrend Vorbild f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Ergebnisse also oft der Mensch ist, geht es bei KI nicht um eine Nachahmung der dahinterliegenden biologischen Prozesse, noch gibt es in der KI eine einheitliche Theorie von Intelligenz. Vielmehr handelt es sich um eine methodische Werkzeugkiste unterschiedlichster Verfahren (manche sehr banal einfach schnelle Suchverfahren zum Durchprobieren aller L\u00f6sungen), welche die Vorteile moderner Computer ausnutzen (quasi unbegrenzter Speicher, extrem beschleunigte einfache Rechenoperationen).[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;6px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Ein Beispiel f\u00fcr KI, die durch schnelle Suchverfahren brilliert, ist etwa das Navi im Auto. Die gleichen Verfahren verhalfen 1997 Deep Blue zum Sieg im Schachduell mit Weltmeister Garri Kasparov. In den Medien h\u00f6ren wir demgegen\u00fcber heute fast ausschlie\u00dflich \u00fcber ein anderes Werkzeug aus der Toolbox, dem Maschine Learning. Es brillierte medienwirksam in der vergangenen Dekade in der Bilderkennung. Bekannte Chatboots sind ein weiteres Ergebnis davon. Das dahinterliegende Prinzip ist statistisches Lernen: F\u00fcr unfassbar gro\u00dfen Mengen an Paaren m\u00f6glichen Inputs (etwa eine Menge W\u00f6rter, die eine Frage formen) und zugeh\u00f6riger Outputs (etwas dem n\u00e4chsten folgenden Wort) wird der Zusammenhang als Wahrscheinlichkeitsverteilung \u00fcber alle m\u00f6glichen Outputs \u201egelernt\u201c. Dies ist grunds\u00e4tzlich anders, als Menschen etwa Sprache verarbeiten, entsprechen unterliegen die Systeme auch anderen Fehlermodi. Hinzu kommt, das KI Systeme \u201eFachidioten\u201c sind: Systeme etwa f\u00fcr Bilderkennung und Spracherzeugen interagieren nicht miteinander, da sie nicht unmittelbar miteinander verkn\u00fcpft sind.\u00a0 D.h., dass beide KI-Systeme getrennt voneinander gelernt haben, arbeiten, und sich nicht unmittelbar erg\u00e4nzen. Das f\u00fchrt zu einem maschinellen Silodenken. Des Weiteren sind viele Dinge, die uns Menschen ausmachen und unsere Entscheidungen begr\u00fcnden, wie Eindr\u00fccke, Haltungen, Einstellungen, Gef\u00fchle etc., nicht in Text, Bild etc. verf\u00fcgbar und k\u00f6nnen somit auch nicht von KI genutzt werden.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;6px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Diese Aspekte sind daher wie blinde Flecken in den Ergebnissen und L\u00f6sungsangeboten, die KI uns unterbreitet. Da KI versucht, intelligentes Verhalten auf Basis unvollst\u00e4ndiger Information zu simulieren, wird es bez\u00fcglich Entscheidungen immer anders agieren wie der Mensch: Auf der Basis digital beobachtbarer Wahrscheinlichkeiten. Der Mensch dagegen hat viel mehr \u201eWerkzeuge\u201c zur Verf\u00fcgung, um L\u00f6sungen, Entscheidungen, Ergebnisse etc. zu produzieren. Insbesondere wenn wir mit \u201eHoffnung\u201c arbeiten, die ja prinzipiell entgegen aller Wahrscheinlichkeit agiert und gerade so oft schier Unm\u00f6gliches m\u00f6glich macht \u2013 die Basis aller unserer gro\u00dfen Geschichten. Genau das macht KI nicht. F\u00fcr uns ist Hoffnung ein Vehikel, dass uns zu anderen Kr\u00e4ften, Mindsets, Kreationen f\u00fchrt. Wahrscheinlichkeitsbasierte KI-Systeme bilden f\u00f6rmlich die Antithese dazu, sind gerade daher oft eine gro\u00dfartige Erg\u00e4nzung und ein mieser Ersatz gleichzeitig f\u00fcr das spezifisch menschliche.<\/p>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;24px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Rosken:<\/strong> Das sind sehr spannende Facetten. Dennoch nutzen viele Firmen und Einzelpersonen KI in hohem Ma\u00dfe. Wie KI arbeitet haben sie bereits umschrieben und einige Beispiele genannt. Nun, was raten sie Unternehmen, F\u00fchrungskr\u00e4ften aber auch Einzelpersonen im Umgang mit KI? Welche Handlungsempfehlungen sollten daraus abgeleitet werden. Viele nutzen die Ergebnisse von KI, z.B. ChatGPT, recht unkritisch und glauben, dass System gebe Wahrheiten aus. H\u00e4ufig mangelt es an inhaltlich fundierter Pr\u00fcfung des Outcomes. Das kann u.U. zu verheerenden Folgen f\u00fchren. Beispielsweise, wenn Diagnosen f\u00fcr Patienten erstellt, wenn Fachliteratur oder Studienarbeiten damit erstellt werden. Was bedeutet KI somit f\u00fcr die Arbeitswelt und was sind ihre Empfehlungen f\u00fcr die Nutzung?[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;12px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Stadelmann:<\/strong>\u00a0KI kann, wie gesagt, statistische Plausibilit\u00e4ten errechnen und daraus Ergebnisse produzieren. Der Mensch hat andere Qualit\u00e4ten. Er kann etwas bewirken. Menschen haben h\u00e4ufig Angst, da sie sich von KI eingesch\u00fcchtert und \u201eabgeh\u00e4ngt\u201c f\u00fchlen. Der beste erste Schritt, um die \u00c4ngste zu \u00fcberwinden, w\u00e4re, KI im Prinzip zu verstehen. Das braucht kein technisches Studium \u2013 man kann dies tun, indem man sich mal eine Stunde mit dem Thema besch\u00e4ftigt. In diesem Rahmen n\u00e4mlich kann man feststellen, wie wir das eben schon in nochmals etwas verk\u00fcrzter Form taten, dass KI keine Konkurrenz ist, sondern ein faszinierendes Werkzeug mit Vor- und Nachteilen. Ferner helfen ein gesundes Selbstwertgef\u00fchl und das Besinnen auf den Wert und die W\u00fcrde des Menschen. Wir sind ja nicht nur, was wir k\u00f6nnen, obwohl wir k\u00f6nnen; wir sind keine informationsverarbeitenden Maschinen, obwohl wir auch Informationen verarbeiten! KI wird den Menschen aus meiner Sicht nicht ersetzen, vielmehr m\u00fcssen Menschen zu KI-Anwendern werden und lernen, KI-Tools sinnvoll zu nutzen. F\u00fchrungskr\u00e4fte sollten daher Mitarbeiter schulen und sie die M\u00f6glichkeiten und Grenzen von KI ausprobieren lassen.\u00a0 Sinnvoll eingesetzt, kann KI dem Menschen in vielem dienen, von der Befreiung von l\u00e4stigen Aufgaben bis hin zu einer gesteigerten Kreativit\u00e4t durch maschinelle Sparringspartner. B\u00fcrokratie lie\u00dfe sich z.B. zu hohen Graden automatisieren. Mitarbeiter haben dann mehr Zeit f\u00fcr mehr Arbeit am Menschen, f\u00fcr mehr F\u00fcrsorge und menschliche Beziehungen, f\u00fcr das Entwickeln und Umsetzen von Visionen. Menschen ben\u00f6tigen Beziehungen zum Leben und sind eben keine Wesen, die sich in der Einsamkeit wohl f\u00fchlen. Das hat die Corona Pandemie deutlich gezeigt. Des weiteren sollte, unbedingt, \u00fcber die Risiken im Umgang mit KI aufgekl\u00e4rt werden und \u00fcber die vielen bestehenden M\u00f6glichkeiten, diese einzugehen und anzugehen. Somit verlieren Menschen in der Regel \u00c4ngste und Sorgen.<\/p>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;24px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Rosken:<\/strong> Welche Narrative sch\u00fcren die \u00c4ngste? KI erinnert h\u00e4ufig an Science-Fiction und \u00fcbermenschliche Kr\u00e4fte, die alles Andere in den Hintergrund r\u00fccken lassen. Desweiteren werden \u00fcberbordende Marktpotenziale suggeriert, bis in die Billionen. Das alles klingt nach \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Erwartungen an dieses \u201eWerkzeug\u201c, wie sie KI ja h\u00e4ufig nennen und nach viel Projektion in eine neu entdeckte Technik, mit der der Mensch \u00fcberfordert zu sein scheint? Was ist davon zu halten? M\u00fcssen wir wirklich keine Angst vor KI haben?[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;12px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Stadelmann:<\/strong>\u00a0KI als Werkzeug automatisiert keine Jobs, sondern einzelne T\u00e4tigkeiten. Vor Jahren sagte man beispielsweise dem Beruf des Radiologen den Niedergang voraus, nachdem Bildverarbeitungssysteme hervorragende Ergebnisse in der R\u00f6ntgendiagnostik erzielt hatten. Heute gibt es mancherorts Radiologenknappheit, da &#8211; wen wundert es? &#8211; die Bildanalyse nur einen Teil des Berufs eines Radiologen ausmacht und automatische Diagnosesysteme nicht mit anderen KI-Systemen verkn\u00fcpft sind, welche \u00c4rzten in anderen Aspekten zur Seite stehen. KI sollte immer mit dem Menschen gemeinsam arbeiten, denn sie erweitert menschliche F\u00e4higkeiten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;6px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Die Metapher von KI als Werkzeug hilft auch beim Einordnen der spezifischen Herausforderungen in der Bildung. Auch dort sind bessere Werkzeuge zun\u00e4chst eine positive Entwicklung. Werkzeuge bringen uns weiter im Leben. Grundlegende Fertigkeiten jedoch, die uns erst zum erfolgreichen Werkzeugeinsatz bef\u00e4higen, erlernen wir ohne sie. Beispielsweise m\u00fcssen wir rechnen lernen, um ein solides Gesp\u00fcr f\u00fcr Quantit\u00e4ten aufzubauen, Taschenrechner hin oder her. Schreiben wiederum schult in erster Linie das Denken, eine Schl\u00fcsselkompetenz f\u00fcr die Zukunft. Der jetzige Kanon an Lehrstoff bleibt also relevant. Hinzukommt die Notwendigkeit eines grunds\u00e4tzlichen Technikverst\u00e4ndnisses f\u00fcr alle.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;6px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Man k\u00f6nnte viele weitere Risiken \u2013 die es gibt! \u2013 durchdeklinieren und die Potentiale zum Umgang mit ihnen aufzeigen, die einen letztlich gut schlafen lassen werden, auch wenn Herausforderungen real bleiben.\u00a0 Das gr\u00f6\u00dfte umadressierte Risiko jedoch scheint mir zu sein, dass Menschen in eine Passivit\u00e4t geraten: Sie f\u00fchlen sich nutzlos (oder eingesch\u00fcchtert, siehe oben), da sie die durch KI gebotene Bequemlichkeit \u00fcberstrapazieren. Das ist zun\u00e4chst eine rein individuelle Problematik, der begegnet werden kann mit einem guten Verst\u00e4ndnis an den Wert aber auch Anspruch daran, was es bedeutet, Mensch zu sein \u2013 ein gestalterischer Anspruch, der charakterliche und pers\u00f6nliche Weiterentwicklung fordert. Wir brauchen diese Verantwortung im Umgang mit KI.<\/p>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;24px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Rosken:<\/strong> Was sind aus dieser Perspektive gesehen die gr\u00f6\u00dften gesellschaftlichen Herausforderungen? Welche \u00dcberlegungen m\u00fcssen bereits heute angestellt werden mit Blick auf ein m\u00f6gliches Grundverst\u00e4ndnis und m\u00f6gliche Begrenzungen?[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;12px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Stadelmann:<\/strong>\u00a0Die gr\u00f6\u00dften gesellschaftlichen Herausforderungen stellen sich bez\u00fcglich des Umgangs mit dieser Technologie, was sowohl Nutzung als auch dahinterliegende Gesch\u00e4ftsmodelle angeht. Dazu z\u00e4hlt neben der Corporate Governance Ebene auch die politische Ebene. Vielen Policy Makers fehlt naturgem\u00e4\u00df die Fachkenntnis, was zu Abh\u00e4ngigkeit von Lobbyisten f\u00fchrt. Denen wiederum geht es zuvorderst um den Aufbau und die Verteidigung eines Plattformgesch\u00e4fts mit allen Mitteln, denn bei diesen gewinnt schlussendlich immer einer den Markt, wie wir es am Beispiel Social Media sehen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;6px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Aus meiner Sicht sollten wir das Thema daher von einer anderen Blickrichtung diskutieren. Weniger von der technologischen Seite. Was die aktuellen Verfahren leisten und wie sie einzusch\u00e4tzen sind (n\u00e4mlich als Werkzeug), ist recht klar. Wie sich diese weiterentwickeln werden, ist jedoch interessanterweise eine haupts\u00e4chlich weltanschauliche Frage. Und hier gibt es derzeit extrem unterschiedliche Haltungen. Eine davon ist (\u201ePro-social Tech Design\u201c), die Vorteile von KI zu nutzen, um den Menschen zu entlasten und ihm zu einer besseren Arbeit, einer besseren Versorgung etc. zu verhelfen. KI ist hier ein Tool zur Unterst\u00fctzung. Hinter den massiven wirtschaftlichen Interessen von Unternehmungen wie DeepSeek oder OpenAI andererseits, die negative Konsequenzen zumindest billigend in Kauf nehmen (etwas Privacy-Leaks bez\u00fcglich pers\u00f6nlicher Daten oder einen selbstgesch\u00fcrten Glaube an die Systeme als quasi-bewusste Entit\u00e4ten), steckt aber sogar noch mehr: Eine Philosophie, die den Menschen per se, ohne Technikunterst\u00fctzung, so gering achtet, dass sie an seiner Nachfolge arbeiten will (\u201eTESCREAL\u201c). Insofern sind an dieser Stelle Fragen zur Weltanschauung entscheidend: In welcher Welt wollen wir jetzt und in Zukunft leben?. Welche Rolle \u00fcbernimmt dabei KI, welche Rolle \u00fcbernimmt der Mensch? Welchen Narrativen \u00fcber uns selbst und \u00fcber die Technologie, die wir bauen, schenken wir Glauben? Das sind zentrale Diskurse, die jetzt gef\u00fchrt werden sollten und m\u00fcssen. Hierzu ben\u00f6tigen wir Foren, das k\u00f6nnen Unterrichtsf\u00e4cher an Schulen sein, das kann die Kirche sein oder andere Bildungseinrichtungen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;24px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Rosken:<\/strong> Das klingt nach einem guten Plan. Insbesondere wenn wir an den Abbau von \u00c4ngsten und die \u00dcbernahme von Verantwortung denken. Mir erscheint dieser Weg, mehr Diskurs zu wagen, mehr Aufkl\u00e4rung zu schaffen, sinnvoll.\u00a0 Das hat den Vorteil, mit Vorurteilen und Mythen umzugehen und einen verantwortungsvollen Umgang zu sch\u00e4rfen. Vielen Dank f\u00fcr dieses aufschlussreiche Interview.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;24px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Link zum <a href=\"https:\/\/jobs.nzz.ch\/ratgeber\/artikel\/1176\/mit-ki-zuversichtlich-zukunft-gestalten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel in der NZZ Jobs.<\/a>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;45px&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcnstliche Intelligenz ist in aller Munde und birgt \u00c4ngste und Chancen. Eigentlich ist dies nicht unbedingt etwas Neues. Die Anf\u00e4nge liegen in den 1950er Jahren. Was genau ist K\u00fcnstliche Intelligenz, welche Formen gibt es und warum wird das Thema aktuell so gehypt? Die Geburtsstunde der KI liegt tats\u00e4chlich in den 1950 er Jahren, entsprechend sind weder Technologie noch die sie umgebenden Hypes wirklich neu. Wie gut es mittlerweile funktioniert, ist neu. 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